Ein guter Tag

Nachdem ich relativ zuversichtlich war, dass ich das Zimmer bekommen könnte, bin ich gestern guter Dinge zur Arbeit gefahren. Mittwochs findet hier immer ein großes Meeting statt, bei dem alle Mitarbeiter und Professoren den aktuellen Stand ihrer Projekte vorstellen. Außerdem stellen sich neue Mitarbeiter, wie ich, Dominik und zwei weitere neue, vor. Danach hatte ich dann ein Einzelgespräch mit beiden Profs, um ein ein Thema für mich zu findent. Aufgrund meines Backgrounds hatten sie sofort eine Idee für mich ohne lange nachzudenken, so dass das Gespräch relativ kurz war und ich direkt starten konnte.

Nach der Arbeit war ich wieder am Dogshit verabredet für eine Runde Volleyball, was etwas deprimierend war, da diesmal einer aus dem Uni-Team mitgespielt hat. Die Aufschläge anzunehmen war schier unmöglich 😀 Spaß gemacht hat es aber trotzdem.

Da einer der WG-Menschen, Levi, Geburtstag hatte, wurde lecker gekocht und Torte gegessen zu Hause. Die Amis wissen echt gut mit Schokolade umzugehen muss ich sagen …

Am Abend bekam ich noch einen Anruf von Laura, meiner baldigen Mitbewohnerin und  Vermieterin. D.h. ich habe also die Wohnung bekommen :) Yesss. Ab Sonntag kann ich einziehen. Ich bin froh, dass die Wohnungssuche endlich vorbei ist. Die zig Mails zu verschicken ohne auch nur eine Chance auf eine Antwort zu haben war echt nervig. Außerdem bekomme ich so langsam ein schlechtes Gewissen, wenn ich überlege, dass ich seit gut einer Woche für lau im „Treehouse“ wohne.  Ich werde am Sonntag also endlich für meine Unterkunft zahlen :) Wie ich im Nachhinein herausgefunden habe befindet sich die Wohnung in einem von der UCSB in Auftrag gegebenem Neubaugebiet speziell für Angestellte der Uni (http://www.oceanwalk.ucsb.edu/).

Es nimmt Form an …

Nun bin ich schon fast eine Woche im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Und so langsam geht es richtig los :)

Die Wohnungsbesichtigung gestern war sehr vielversprechend. Ich war nur einer von drei Leuten, die zur Besichtigung eingeladen wurden – sonst kommen wie in Aachen schon mal 60 Leute. Ich hätte ein eigenes Zimmer, mit eigenem Bad und Zugang zur riesigen Wohnküche. Wenn ich die Dame nicht völlig falsch verstanden habe, ruft sie mich heute Abend an, um mit mir noch die letzten Details zu besprechen. Also scheine ich bald ein eigenes Dach über dem Kopf zu haben. Ich werde aber vermutlich trotzdem weiter viel Zeit bei Lindsey und Co verbringen, da die Jungs echt ne coole Truppe sind. Vielleicht werde ich hier demnächst den ein oder anderen öfter erwähnen 😉 Falls also Namen auftauchen wie Levi, Jenny, Alex, Daniel, Cody wisst ihr Bescheid.

IMG_20140923_121042Nach der Wohnungsbesichtigung fuhr ich also aufgeregt zurück ins Seclab (mein Arbeitsplatz), da ich ja heute endlich ein Thema vorgestellt bekommen sollte. Ich bekam dann leider um 4.30pm die Nachricht, dass es auf heute verschoben werden sollte, da dann auch die Profs da wären. Also ging ich nach Hause …

 

IMG_20140924_172818Vorgestern habe ich im Excursion Club Matt kennengelernt, der mich fragte, ob ich mit meiner Größe Volleyball spielen würde. Also habe ich mich spontan für gestern Abend zum Volleyball spielen auf dem „Dogshit“ platz verabredet 😀 Es war ne lustige Runde von fünf Leuten und wir haben dann direkt an der Küste bis Sonnenuntergang gespielt. Die Sonne geht ihr übrigens immer schon zwischen halb 8 und 8 unter. Schade IMG_20140924_191720eigentlich.

Später am Abend bekam ich dann noch eine Nachricht von der evtl zukünftigen Mitbewohnerin. Sie bräuchte noch eine offizielle Referenz von meinem Lehrstuhl, um sicher zu gehen, dass ich wirklich dort angestellt bin. Hört sich schon mal nicht so schlecht an.

 

 

Erster Arbeitstag

IMG_20140922_141117Gestern musste ich das erste mal auf der Arbeit erscheinen.  Ich wurde schon vorgewarnt, dass ich nicht zu früh dort hingehen sollte, da viele erst nach 12 kommen und ich somit vorher vermutlich nur rumsitzen werde.

Ich bin trotzdem um 10 gegangen, da ich mir auch mal den Campus ein bisschen ansehen wollte. Der Campus ist echt unfassbar riesig.  Mein Arbeitsplatz ist am östlichen Ende des Campus in der Harold-Frank-Hall. Das Gebäude ist nur durch eine Straßé vom Meer getrennt. Man kann also fast aus dem Fenster ins Meer spucken. Leider haben die Architekten nicht so wunderbare Arbeit geleistet, wie ich finde. Das Gebäude hat nur relativ kleine Fenster, so dass man aus dem Büro nicht direkt die schöne Aussicht geniessen kann.

IMG_20140922_133729Nachdem ich Schlüssel bekommen habe und von der Sekretärin diverse Zettel ausgefüllt habe, konnte ich meine Kollegen kennen lernen. Eine lustige internationale Truppe, wobei die meisten Italiener sind. Außer mir sind noch zwei andere deutsche hier.  Soweit scheinen alle sehr nett und offen zu sein. Die italienische Fraktion hatte lediglich ein wenig Angst davor, dass bald zu viele deutsche da sind und sie dann nicht mehr die Oberhand haben.

Zum Mittagessen sind wir dann hier auf dem Campus in ein Cafe gegangen. Der Name ist ein wenig fehlleitend. Es ist eher eine Art Mensa mit einem Asia-Imbiss, einer Creperie, einem Burgerladen und einem Sandwichladen. Preislich auch deutlich teurer als eine deutsche Mensa. Ein kleines Sandwich kostet 6,50$. Nach dem Lunch ist eigentlich auch nicht mehr viel Passiert. Ein paar weitere PhDs haben sich mir noch vorgestellt und ein Project Pitching für heute Nachmittag angesetzt in dem mir dan Master-Arbeits-Themen vorgeschlagen werden.

Nach der Arbeit wurde in der WG gegrillt. Mit mir surfen gerade noch zwei andere deutsche in der 9er WG auf den Couches. Dominik und Josy. Dominik arbeitet auch bei mir im Seclab. Lindsey hatte dann noch die großartige Idee „Drinkball“ zu spielen. D.h. wir haben im Dunkel Basketball gespielt und nach 2 Körben eines Teams mussten alle trinken. Leider wird hier scheinbar echt immer getrunken bis die Flasche leer ist. Ein Wunder, dass sich keiner (vor allem aber ich) nicht verletzt hat, denn das Spiel war quasi im Dunkeln.

IMG-20140923-WA0002Als die Flasche also leer war, gingen wir noch zu den Nachbarn, d.h. zum Excursion Club, da dort eine Party war. Ich habe mich dann auch gleich dazu entschlossen dem Club beizutreten für 60$ Jahresgebühr. Es werden regelmäßig Touren unternommen und man kann sich Stand-up Paddle Boards, Surfboards, Neoprenanzüge usw. leihen. Man bekommt ein RFID-bändchen und kann dann  jederzeit dort Rein und sich die Sachen nehmen. Nach ein paar Bier(s 😉 )  ging es dann endlich auf die Couch.

Heute geht es in der Mittagspause zu einer Wohnungsbesichtigung. Blöderweise habe ich natürlich hier wieder genau den Quarter-Anfang getroffen. D.h. hier ist Wohnungsmarkt mäßig die Hölle los. Noch schlimmer als in Aachen, da hier die Mieten echt krankhaft hoch sind. Wenn ich die Wohnung heute bekomme, zahle ich 1000$ für ein ca. 13m² Zimmer.  Mehr dazu dann später …

IV

Reise und Ankunft

Als ich die Zusage für die UCSB bekam und den Flug buchen wollte, habe ich versucht einen Direkt-Flug zu bekommen, um verpasste Anschlüsse und Gepäckprobleme beim Umsteigen in den USA zu verhindern. Für den Rückflug hat das mit dem Direktflug geklappt, aber hin musste ich von Düsseldorf über München.  Nicht so schlimm dachte ich …

Abflug in Düsseldorf am 17.09.

IMG_20140917_205032Nach anfänglichen Gewichtsproblemen mit dem Koffer am Check-in saß ich dann pünktlich um 9.30 im Flieger nach München. Alles schien gut zu laufen, bis mich irgendwann die Durchsage weckte, dass durch Nebel die Landungen in München verzögert seien, der Flieger keinen Sprit mehr hätte und wir deswegen jetzt nach Nürnberg fliegen.  Das war so gegen 10.30. Anschlussflug in München sollte um 12.10 nach LA los fliegen. Oh je …

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Blick auf LAX aus dem Hotel

Wir landeten dann tatsächlich in Nürnberg. Der Flieger wurde aufgetankt und wer wollte durfte aussteigen und anders zum Zielort weiter. gegen 12.15 landeten wir dann endlich in München – Anschlussflug natürlich schon weg. Ich durfte mich dann mit ca. 100 anderen Lufthansa-Fans in die Service-Schlange stellen, um nach einem anderen Flug zu fragen. Ich hatte die Wahl zwischen 1 Tag Aufenthalt in München und gleichen Flieger 1 Tag später und einem Flug um 15:30 über Vancouver nach LA. Ich entschied mich für letzteres. Das klappte dann auch alles wunderbar.  Leider kam ich dann um 22.00 nicht mehr von LA nach Santa Barbara also blieb ich für eine Nacht in einem Hotel und fuhr am nächsten Tag mit dem Santa Barbara Airbus.

 

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Lindsey (links) und Jake

Da ich noch keine Wohnung in SB habe (ja leider immernoch nicht …) habe ich mir einen Couch-Surfer host gesucht. Lindsey, ein sehr extrovertierter, großer Typ hat mich netterweise vorübergehend in seiner 9er WG aufgenommen. Von hier sind es 50m bis zum Strand. DIe Wohnung befindet sich im Studentenviertel von SB, genannt Isla Vista (IV). Hier ist mindestens von Donnerstag bis Sonntag Party in den Häusern, aber es gibt zum Glück auch ein paar ruhigere Ecken :)  Die ersten Tage habe ich nicht viel gemacht außer jede halbe Stunde bei craigslist nach einer Wohnung zu suchen. Ich bin allerdings schon mobil mit nem schicken Fahrrad für 40$.  Ansonsten bin ich natürlich ab und zu am  Strand gewesen.

Dieses Wochenende war hier in Goleta noch das Lemon Festival. Wir waren mit einem Teil der WG da und haben eine kalte Limonade getrunken 😀 Viel mehr war auch nicht möglich …

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Morgen geht es dann das erste Mal zur Arbeit. Der Campus is von der WG hier glücklicherweise auch in 3 Fahrradminuten zu erreichen.