Erster Arbeitstag

IMG_20140922_141117Gestern musste ich das erste mal auf der Arbeit erscheinen.  Ich wurde schon vorgewarnt, dass ich nicht zu früh dort hingehen sollte, da viele erst nach 12 kommen und ich somit vorher vermutlich nur rumsitzen werde.

Ich bin trotzdem um 10 gegangen, da ich mir auch mal den Campus ein bisschen ansehen wollte. Der Campus ist echt unfassbar riesig.  Mein Arbeitsplatz ist am östlichen Ende des Campus in der Harold-Frank-Hall. Das Gebäude ist nur durch eine Straßé vom Meer getrennt. Man kann also fast aus dem Fenster ins Meer spucken. Leider haben die Architekten nicht so wunderbare Arbeit geleistet, wie ich finde. Das Gebäude hat nur relativ kleine Fenster, so dass man aus dem Büro nicht direkt die schöne Aussicht geniessen kann.

IMG_20140922_133729Nachdem ich Schlüssel bekommen habe und von der Sekretärin diverse Zettel ausgefüllt habe, konnte ich meine Kollegen kennen lernen. Eine lustige internationale Truppe, wobei die meisten Italiener sind. Außer mir sind noch zwei andere deutsche hier.  Soweit scheinen alle sehr nett und offen zu sein. Die italienische Fraktion hatte lediglich ein wenig Angst davor, dass bald zu viele deutsche da sind und sie dann nicht mehr die Oberhand haben.

Zum Mittagessen sind wir dann hier auf dem Campus in ein Cafe gegangen. Der Name ist ein wenig fehlleitend. Es ist eher eine Art Mensa mit einem Asia-Imbiss, einer Creperie, einem Burgerladen und einem Sandwichladen. Preislich auch deutlich teurer als eine deutsche Mensa. Ein kleines Sandwich kostet 6,50$. Nach dem Lunch ist eigentlich auch nicht mehr viel Passiert. Ein paar weitere PhDs haben sich mir noch vorgestellt und ein Project Pitching für heute Nachmittag angesetzt in dem mir dan Master-Arbeits-Themen vorgeschlagen werden.

Nach der Arbeit wurde in der WG gegrillt. Mit mir surfen gerade noch zwei andere deutsche in der 9er WG auf den Couches. Dominik und Josy. Dominik arbeitet auch bei mir im Seclab. Lindsey hatte dann noch die großartige Idee „Drinkball“ zu spielen. D.h. wir haben im Dunkel Basketball gespielt und nach 2 Körben eines Teams mussten alle trinken. Leider wird hier scheinbar echt immer getrunken bis die Flasche leer ist. Ein Wunder, dass sich keiner (vor allem aber ich) nicht verletzt hat, denn das Spiel war quasi im Dunkeln.

IMG-20140923-WA0002Als die Flasche also leer war, gingen wir noch zu den Nachbarn, d.h. zum Excursion Club, da dort eine Party war. Ich habe mich dann auch gleich dazu entschlossen dem Club beizutreten für 60$ Jahresgebühr. Es werden regelmäßig Touren unternommen und man kann sich Stand-up Paddle Boards, Surfboards, Neoprenanzüge usw. leihen. Man bekommt ein RFID-bändchen und kann dann  jederzeit dort Rein und sich die Sachen nehmen. Nach ein paar Bier(s 😉 )  ging es dann endlich auf die Couch.

Heute geht es in der Mittagspause zu einer Wohnungsbesichtigung. Blöderweise habe ich natürlich hier wieder genau den Quarter-Anfang getroffen. D.h. hier ist Wohnungsmarkt mäßig die Hölle los. Noch schlimmer als in Aachen, da hier die Mieten echt krankhaft hoch sind. Wenn ich die Wohnung heute bekomme, zahle ich 1000$ für ein ca. 13m² Zimmer.  Mehr dazu dann später …